Das Grafengeschlecht von Dörnberg


 

Familie von Dörnberg

 

"..............seit 1698 (war) ein Teil der Georgenburg, nämlich der hinterste halbgedeckte große Bau "  mit gräflichem Consens    der Familie derer von Döringenberg zur Wohnung eingeräumt worden. Dieser reichen Frankfurter Familie ward in den Tagen, da es galt , überhohe Kriegskonstributionen  zu bezahlen, gegen ein entsprechendes Darlehn die Gesamteinnahme des Amtes Wildenstein in Pfand  gegeben und zu deren Verwaltung und Bewirtschtung  im Schloß zu Kleinheubach Wohnung angewiesn worden.

Die von Döringenberg  aber scheinen die rechte Weise  nicht gefunden zu haben, um im ungetrübten Verkehr mit der gräflichen Familie zu kommen. Sie spielten als Schloßbewohner und Pfandherren der gräflichen Güter und Einkünfte gern selber "Graf und Gräfin", verfolgten wohl auch den Gedanken, der Erzbischof  Siegfird von Mainz dereinst in den Besitz Wallhausen bringen sollte. Wenigstens zeigt ein Eintrag in der Bgm. R. v. 1702, daß man im Dorf bereits von der Familie von Döringenberg als "unser gnädigen Herrschaft" redete.

 

Das Amt Wildenstein wurde 1692 -1710 wegen finanzieller Schwierigkeiten der Grafen von Erbach an die Freiherren von Dörnberg versetzt. Siehe näheres Schreiben von Herrn Siegburg!

 

Die Amtmänner im Amt Wildenstein

Unter lfd Nr.  16  ist Freiherr von Döringenberg, Rats- und Amtsmann , 1697   aufgeführt.  Die Grafen von Erbach waren Grundherren von Kleinheubach, zu dem das Amt Wildenstein gehörte, in den Jahren 1560-1721. Mehrfach versetzten sie ihren Grundbesitz, u.a. an die Freieherrn von Döringenberg.  Nachzulsen im Familiennarchiv Dörnberg, Depositum  von Dörnberg  340, Staatsarchiv Maarburg unter Nr. 2807. 

 

 

 

 

Aus Heimatkalender 1992, Kreis Herzfeld-Rotenburg, übersandt von Dankwart Siegburg, Schriftführer des Familienarchivs "Freiherr von Dörnberg Stiftung Burg Herzberg"

 

Die Lehensurkunde für Johann Tobias Rieß von 1692 lautet:

Ich, Wilhelm Ludwig Freiherr von Döringenberg, Herr des Amtes Wildenstein, Hausen, Hirtzberg und Frankenhausen, auch Mitherr zu Catelen und Auenstein, bekenne hiermit und thue kundt vor mich, meine freiheitlichen Erben, auch Stams- und Lehensnachfolgern, daß ich aus wohlbedachten Mut und freyem Willen und wohlendlen und gelahrten Johann Tobieas Ries   ........ er vermachte ihm einen Bauernhof und unterzeichnete  die Lehensurkundewie folgt:

 

Geschehen: Datum Hausen den 15. Aprilis 1692

 

 

Jäger Vogel

............."daß wir unseren bisherigen Jäger aus Wildenstein": Jäger gehörten zu den Schützen, und wurden vom Adel sowie Städten und Gemeinden als Geleitschutz für Persönlichkeiten oder Boten (Reitende Boten) eingesetzt. Ließt man das Bestallungsschreiben der Freiherrn von Dörnberg, kann man auch folgern, daß ein Jäger Polizeiaufgaben warzunehmen hatte. Sie waren in frühester Zeit die Privastpolizei des Adels. So der Schriftführer des Familienarchivs "Freiherr von Dörnberg Stiftung Burg Herzberg", Herr Siegburg

 

Die Grafen von Dörnberg und ihre Stiftung  aus "Studien und Quellen zur Geschichte Regensburgs, Band 6, Zur Geschichte der Grafen von Dörnberg in Regensburg 1q817 -1897" gelesen. Keine unmittelbaren Hinweise auf Johann Henrich Vogel. In diesem Buch wird geschreiben, daß Ernst Graf von Dörnberg eine Waisenfondsstiftung in Regenburg begründet hat. Er war ehelos und hat sein gesamtes Vermögen in die Stiftung eingebracht.

Bremen, im Januar 2000  

 

Eschau:

 

Auszug aus Brief an mich vom Staatsarchiv Eschau:

Direkt zu der Ortschaft (63863) Eschau befinden sich in unserem Hause nur sehr wenige Unterlagen. Immerhin kann ich Ihnen aber einige Daten zur Ortsgeschichte nennen. Die Grafen von Rieneck bauten eine Burg an dem Ufer der Elsawa und nannten sie Eschau. Unter dem Schutz dieser Burg entstand der gleichnamige Ort. Die Burg wurde 1261 zerstört, der Ort entstand wieder Die Grafen bauten nun die Burg Wildenstein. 1285 bekam Eschau durch Kaiser Rudolf Marktrechte verliehen. 1560 kam Eschau lehensweise an die Grafen von Erbach, diese kauften den Ort später und errichteten dort ein Herrschaflsgericht. (Sämtliche Angaben aus: Oötz, Wilhelm:Geographisch-historisches ,Handbuch von Bayern. München 1898, B~ind II, 5.701) Der Ort hat dann bis 1806 zur Grafschaft Erbach-Schönberg gehört.

 

Siehe auch Burg Herzberg

 

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